Die Bismarckschule stellt sich vor:

Leitziele


 

Die Leitziele der Bismarckschule berücksichtigen, dass Kinder mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen die Schule besuchen. Während die meisten Schüler auf ein umfangreiches Vorwissen und größtmögliche Elternhilfe zurückgreifen können, gibt es auch an unserer Schule SchülerInnen, die der besonderen Unterstützung bedürfen. Dies durch geeignete pädagogische Maßnahmen auszugleichen, muss ein vordringliches Ziel unserer Schule sein.

Demokratische Verhaltensmuster - vermittelt durch den Lehrer in seiner Vorbildfunktion - sollen als Grundlage der gesamten Bildungs- und Erziehungsarbeit dienen. Die Einbeziehung der SchülerInnen bei der Gestaltung von Unterricht und Schulleben gehört zu den Maßnahmen, soziales Lernen zu fördern.

Das soziale, kooperative Lernen als Grundlage für die erfolgreiche Aufgabenbewältigung im Team ist uns an der Bismarckschule sehr wichtig. Dies unterstützen wir unter anderem durch umfangreiche Angebote im Unterricht, jahrgangsgemischte Projekte und Dienste für die Schulgemeinschaft.

Die Nutzung neuer Medien nimmt im Alltag der SchülerInnen einen immer höheren Stellenwert ein. Die Medienerziehung als Weg zum reflektierten Umgang mit Medien ist deshalb ein wichtig Ziel unserer unterrichtlichen Arbeit.

Schulportrait

Die Bismarckschule liegt im Übergangsgebiet von der Stadtmitte zum Stadtrand.
Im Schuljahr 2016/17 besuchen 325 Kinder in 13 Klassen die Schule.

In diesem Schuljahr unterrichten an unserer Schule 20 Lehrerinnen und eine Lehramtsanwärterin, deren Ausbildung am Studienseminar Neuss stattfindet.

Seit 1990 bot die Schule eine Vormittagsbetreuung nach dem Modell „Schule von acht bis eins" an. Nach einem von der Schule erstelltem Plan nahmen anfangs Eltern die Aufgabe wahr, eine Gruppe von etwa 25 Schülern zu betreuen. Mit Beginn des Schuljahres 2004/05 übernahm der Förderverein der Schule die Trägerschaft der Betreuung.

Am 1.8.2006 wurde die Schule in eine „Offene Ganztagsschule" umgewandelt. Die „Schule von acht bis eins" blieb weiterhin für 30 Kinder erhalten. Im Offenen Ganztag werden im Schuljahr 2015/16 112 Kinder betreut. Die Trägerschaft für beide Einrichtungen wurde vom „Internationalen Bund für Sozialarbeit" übernommen.

 

Offene Ganztagsschule

Aus Sicht des Internationalen Bundes (IB) bieten Ganztagsschulen die Voraussetzung, Schule als Bildungs- und Lebensort zu gestalten, indem Schul-, Sozial- und Freizeitpädagogik systematisch und konzeptionell miteinander verbunden werden. Aus dieser Überzeugung heraus bringt sich der IB seit Jahren aktiv und erfolgreich mit Förder- und Freizeitangeboten, Unterstützungsleistungen, themenbezogener Projektarbeit und pädagogischem Mittagstisch in die Entwicklung und Gestaltung von Ganztagsschulen in allen Schulformen ein.

Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, ihre individuellen Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern, damit sie sich zu starken und selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln können. Bildung und individuelle Förderung sind wichtige Voraussetzungen für gute Lebens- und Zukunftschancen, deshalb ist es das Ziel des IB, Bildungsprozesse bei den Kindern zu ermöglichen, zu unterstützen und zu erweitern.

Pädagogische Schwerpunkte

Soziales Lernen von Anfang an: 

Der Begriff „Veränderte Kindheit“ hat seit vielen Jahren auch ein Umdenken im Bereich Schule notwendig gemacht. Die Lebens– und Erfahrungsräume der Kinder haben sich tiefgreifend verändert, was in der Konsequenz auch eine veränderte Gestaltung des Unterrichts mit sich brachte. Um die Persönlichkeit jedes Kindes zu stärken, ihm Werte und Normen nahe zu bringen, wurden bewährte Arbeitsweisen durch neue Formen des Unterrichts ergänzt. Unterschiedliche Aspekte, wie z.B. erhöhter Medienkonsum, veränderte Familienstrukturen und zunehmende Gewalt müssen ebenfalls im Unterricht berücksichtigt werden. Deshalb haben wir uns entschieden, das soziale Lernen von Anfang an in unseren Unterricht zu integrieren.

Weitere wichtige unterrichtliche Aspekte setzen sich aus Ideen des Kooperativen Lernens zusammen. Beispielhaft für die Ausbildung sozialer Lernprozesse und die Entwicklung methodischer Kompetenzen lassen sich folgende Arbeitsformen nennen: Gruppenarbeit, Mindmaps und Placemats erstellen, Tablesets anfertigen, Lernplakate gestalten, Vorträge halten, Doppelkreis,...

Diese Arbeitstechniken werden bewusst eingeübt, trainiert, reflektiert und durch wiederholten Einsatz vertieft. Dazu bieten sich in offenen Unterrichtsformen vielfältige Gelegenheiten.

Ein Ziel des Unterrichts ist es, dass die SchülerInnen über ein Repertoire an Methoden verfügen, das ihnen ermöglicht, sich Lerninhalte selbstständig anzueignen. Sie sollen die Kompetenz entwickeln, das eigene Lernen eigenständig zu planen und zu organisieren.

Somit ist sichergestellt, jedem Kind in seiner Individualität gerecht zu werden.

 

"MindMatters" - Programm

Seit dem Schuljahr 2013/2014 ist an unsere Schule das Programm „MindMatters“ – Gemeinsam(es) Lernen mit Gefühl“ etabliert.

Eine Kernaufgabe der Grundschule ist das sozial-emotionale Lernen. „Die Schülerinnen und Schüler erwerben Fähigkeiten und Haltungen, die sie im Miteinander im Klassenzimmer und in der Schulgemeinschaft täglich anwenden können. Diese sind zugleich auch die Voraussetzungen für ihren persönlichen Bildungserfolg und ihren späteren beruflichen und gesellschaftlichen Weg. Grundschulkinder verfügen dabei noch nicht über genügend soziale Routinen, die ihnen das Zusammenleben mit anderen Personen erleichtern. Sie müssen ihre eigene Position im Umgang mit anderen noch finden und festigen. Dazu gehört, Diskrepanzen zwischen eigenen Wünschen, Vorstellungen und Erwartungen und dem Verhalten der anderen zu verarbeiten und einen konstruktiven Umgang miteinander zu lernen.“ (Prof. Dr. Peter Paulus (2011), MindMatters- Materialien, Barmer GEK, Gemeindeunfallversicherungsverband Hannover, Unfallkasse Nordrhein-Westfalen).

Mit Hilfe des Programm MindMatters sollen also die sozial-emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden.